Warum wird der Hochpunkt zum Stand der Vorplanung auf dem östlich angrenzenden Nachbargrundstück geplant?

Im Zuge der nun abgeschlossenen Vorplanungsphase haben sich durch Fortschritt und Detaillierung der Planung des Flugfeldklinikums in enger Abstimmung mit dem Zweckverband einige Änderungen und Weiterentwicklungen ergeben. So zeigte sich, dass die Verortung des Hochpunktes im Kerngebäude des Klinikums (wie z.B. auf der Westseite in Richtung PLANA Küchenland), wie sie im Bebauungsplanvorentwurf baurechtlich ermöglicht wurde, funktionell und im Hinblick auf entstehende Kosten nicht sinnvoll ist. Eine Entwicklung des Hochpunkts an dieser vorgeschlagenen Stelle im Klinikgebäude hätte tiefgreifende Auswirkungen auf den internen funktionellen Klinikbetrieb und insbesondere auch enorme Änderungen der Brandschutzauflagen zur Folge. Die dadurch entstehenden Kosten für den Klinikneubau wären nicht tragbar.

Die Vorplanung des Neubaus sieht darüber hinaus vor, einzelne Flächen, wie z.B. für die Verwaltung des Klinikverbunds und die Akademie für Gesundheitsberufe auf Teile des benachbarten Grundstücks im Osten auszulagern. So soll noch mehr Spielraum für zukünftige medizinische Entwicklungen im Kerngebäude des Klinikums geschaffen werden. Eine erste Machbarkeitsstudie zur Auslagerung der Flächen wurde bereits von den Architekten im Rahmen der Vorplanung erstellt. Diese zeigt im Ergebnis als Vorschlag eine mögliche Bebauung und städtebauliche Realisierung auf dem angrenzenden Nachbargrundstück des Klinikums. Um weiterhin die städtebauliche Akzentuierung auf dem Flugfeld voranzutreiben, wurde der vorliegende Vorschlag für die Verortung des Hochpunktes zusammen mit dem Zweckverband erarbeitet. Der Landkreis sieht die Chance, auf den im Hochpunkt entstehenden Flächen, welche nicht für den Klinikbetrieb benötigt werden, weitere gesundheitsaffine Nutzungen anzusiedeln. Dies würde das Angebot des Flugfeldklinikums sinnvoll ergänzen und Patienten könnten zukünftig von einem umfassenden medizinischen Leistungsangebot profitieren.

Für die Bebauung dieses Grundstücks liegen jedoch noch keine Gremienentscheidungen bzw. -beschlüsse vor. Die jetzt mit der Präsentation der Vorplanung vorgestellte mögliche Bebauung dieses zusätzlichen Grundstücks stellt demnach noch keine konkrete Planung dar. Der Planungs- und Bauausschuss des Kreistags hat im Juni 2018 die Projektgeschäftsführung beauftragt, zunächst ein Nutzungskonzept für die Flächen auf dem neuen Grundstück zu erarbeiten.

Mit dem Zweckverband Flugfeld werden auch mögliche Formate für die weitere Einbindung und Beteiligung der Anwohner im Hinblick auf die Gestaltung dieses Nachbargrundstücks diskutiert.

 

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