Skip to main content

Gute Luft

Umfangreiches System zur Belüftung des Flugfeldklinikums.

An die Belüftung im Krankenhaus werden strenge Richtlinien angelegt, um Hygiene und mikrobiologische Standards zu erfüllen – das gilt auch fürs Flugfeldklinikum. 
Die verschiedenen Bereiche wie OP, Intensivstation oder Labor sind daher in sogenannte Raumklassen eingeteilt. Die 13 OPs zählen zur Raumluftklasse 1 mit sehr hohen Anforderungen, während die Patientenzimmer zur sogenannten Raumluftklasse 2 zählen. 
In einem OP-Raum wird eine Luftmenge von 3600 Kubikmetern pro Stunde getauscht . Im gesamten Flugfeldklinikum wird eine Gesamtluftmenge von 700.000 Kubikmeter pro Stunde gewechselt. 
In den verschiedenen Räumen des Krankenhauses wird die Luft nach einer speziellen Wechselrate gewechselt. Diese gibt an, wie oft das gesamte Luftvolumen eines Raums innerhalb einer Stunde durch Außenluft ersetzt wird. So wird in einem OP-Raum mit einer 24-fachen Raumluftwechselrate geplant, während man einen Pflegebereich mit einer 1,5-fachen Raumwechselrate be- und entlüftet.

Um all diese Anforderungen zu erfüllen, gibt es 11 Lüftungszentralen im Flugfeldklinikum. Diese Lüftungszentralen sind den klinischen Versorgungsbereichen räumlich zugeordnet. Sechs der 11 Zentralen stehen auf dem Dach in speziellen Technikhallen. 
Nach und nach werden nun die Einzelteile der Lüftungsanlagen angeliefert und per Kran aufs Dach gehoben. Die Lüftungsgeräte bestehen aus zwei Teilen: einen für die Zuluft und einen für die Abluft und setzen sich aus zehn Einzelteilen zusammen. Das schwerste Einzelteil wiegt 1,5 Tonnen. Die Bauteile sind in sogenannte Register aufgeteilt. Diese können einzeln von der Anlage entfernt werden, um eine möglichst leichte Wartung der Bauteile zu ermöglichen.