Das Fachwissen aller zählt

Beteiligung der Mitarbeiter beim Neubau Flugfeldklinikum

Von den Ambulanzen und OPs über die Patientenzimmer bis hin zu Umkleiden und Lagerräumen –über 2.700 Räume müssen für den Neubau auf dem Flugfeld geplant und gebaut werden. Um optimale Lösungen zu finden wie die einzelnen Bereiche angeordnet und gestaltet werden sollen, ist das Fachwissen der Nutzer, also der Mitarbeiter vor Ort, unverzichtbar. Deshalb bezieht der Klinikverbund die Ärzte, Pflegekräfte und Mitarbeiter aus den Versorgungsbereichen eng in den Planungsprozess für das neue Flugfeldklinikum ein.

Im ersten Schritt wurde mit den verschiedenen Abteilungen in Arbeitsgruppen und Einzelgesprächen abgestimmt, welche Räume und Flächen für die Patientenversorgung im neuen Klinikum im Detail benötigt werden. Dazu haben Projektgeschäftsführer Harald Schäfer und Betriebs- und Organisationsplaner Konrad Restle mehr als 40 Sitzungen organisiert und auf Basis dieser Ergebnisse das Raum- und Funktionsprogramm überarbeitet. Dieses optimierte Programm wurde Ende Mai 2016 vom Kreistag verabschiedet und wird jetzt Grundlage für die weitere Planung sein.

Sobald Ende 2017 zunächst das Grobflächenlayout vom Architekten und Anfang 2018 dann ein erster Gebäudeentwurf vorliegt, werden auch die Grundrisse mit den Nutzern abgestimmt. Dazu werden – genauso wie bei der später erfolgenden Planung der Ausstattung mit Medizintechnik oder der Möblierung – ebenfalls die Arbeitsgruppen aus Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitern der Versorgungsbereiche einbezogen.

Diese Planungsprozesse unterstützen, soll zukünftig auch das innovative Konzept des Building Information Modeling (BIM). Dabei arbeiten alle Planer an einem virtuellen Modell, das nicht nur die Zusammenarbeit enorm vereinfacht und die Qualität der Ergebnisse verbessert. Die BIM-Methode hat noch einen weiteren großen Vorteil: Sie ermöglicht eine sehr genaue Visualisierung des späteren Gebäudes. So können sich auch die Mitarbeiter schon früh einen Eindruck von ihrem zukünftigen Arbeitsplatz machen und ihn noch während der Planung gemeinsam mit dem Projektteam optimieren.

Eingebunden werden nicht nur die Mitarbeiter des betroffenen Fachbereichs, sondern auch aus angrenzenden Sachgebieten, die mit dem jeweiligen Fachbereich zusammenarbeiten. Auch externe Nutzer, wie beispielsweise Rettungsdienste oder Behindertenvertreter werden frühzeitig in die Planungen einbezogen.

Die Nutzerbeteiligung ist eine wichtige Herausforderung, weshalb die Stelle eines Nutzerkoordinators geschaffen wurde.